Radeltour der Vereinigung des Adels im Rheinland und in Westfalen Lippe e.V. vom 23. – 31. Juli 2016

Radeltour der Vereinigung des Adels im Rheinland und in Westfalen Lippe e.V. vom 23. – 31. Juli 2016

Die diesjährige Radeltour der VARWL erfreute sich wieder eines großen Interesses. Eingeteilt in sechs verschiedene Radelgruppen begaben sich über 180 junge Radlerinnen und Radler im Alter zwischen 14 – 18 Jahren zu einer 8-tägigen Radeltour zum Ausgangsort ihrer jeweiligen Tourengruppe. 38 Jahre nach der ersten Radeltour der VARWL im Jahre 1978 ist die Tour heute so beliebt, dass nicht nur Radler aus allen deutschen Bundesländern dabei sind, sondern sie auch im benachbarten Ausland großes Interesse findet, wie in der Schweiz, Italien, Frankreich, Luxemburg, Belgien und in den Niederlanden. Die nordrhein-westfälische Radeltour der VARWL ist mittlerweile eine „Europäische“ geworden und eine internationale Veranstaltung.

Bei so vielen Teilnehmern aus unterschiedlichsten Ländern und Regionen war das Kennenlernen der jeweiligen Gruppe am Samstagnachmittag bei Kaffee und Kuchen natürlich der erste aufregende Höhepunkt. Bekannte und Freunde freudig wiederzusehen, andere das erste Mal zu treffen, Eltern, die ihre jüngeren Kinder begleitet hatten und die Tourenleitungen kennenlernen wollten, und Gastgeber, die an dem bunten Treiben ihre Freude haben – all das gehört dazu.

Radeltour 2016

Radler 2016

Nach Frühstück, Aufräumen und Gottesdienst oder Andacht am Sonntagmorgen schwangen sich dann die sechs Gruppen auf ihre Sättel mit dem Ziel sternförmig am Samstag, den 30. Juli, auf Schloss Rheda des Vorsitzenden der VARWL, Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg, gesund und wohlbehalten anzukommen.
Aus Kotten, NL, startete die Gruppe „Ganz-Orange“, aus Hinte an der Nordsee „ Kritze-Grün“, von Gut Endorf am Ostharz Sachsen-Anhalts „Hell-Grün, aus Weimar „Knall-Rot“, aus Sundern im Sauerland „Kobalt-Blau“ und „Power-Pink“ aus Heinsberg bei Aachen.

Die sportlichen Herausforderungen für die Radler waren so abwechslungsreich wie das begleitende Unterhaltungsprogramm. Die Tagesrouten variierten in Strecken von 30km bis 80km, mal über flaches Land, mal über deutsche Mittelgebirge. Die Vielfalt deutscher Kulturgüter in Weimar, Quedlinburg, Halberstadt, im Museumspark der Varus-Schlacht und an vielen anderen Orten wurden genauso besichtigt wie der Truppenübungsplatz in Nörvenich, eine Schiffswerft in Papenburg oder das Innovationszentrum für erneuerbare Energien in Dörentrup in Ostwestfalen-Lippe, auch die Karl-May-Festspiele im Sauerland und das Bubenheimer Spieleland wurden besucht und vieles andere mehr.

Somit bietet die Radeltour den Jugendlichen nicht nur das Kennenlernen deutscher Landschaften, sondern ganz nebenbei ein hochinteressantes kulturelles Programm.

Die 42 Gastgeber erzählen gerne von der Geschichte ihrer Häuser und ihrer Region. Auf diese Weise vielfältige neue Kleinode deutscher Geschichts-, Wirtschafts- und Lebenskultur zu entdecken, stellt einen besonderen Reiz dieser Touren für die jungen Radler dar. So entsteht ein reicher Schatz unvergesslicher Eindrücke. Die allabendlichen Tanzpartys nach dem täglichen Radelpensum sorgen dafür, sich zu erholen und sich besser kennenzulernen.

Am Samstag, den 30. Juli, fuhren die einzelnen Teams nacheinander mit tosendem Gejohle und aufgeputzt in den Farben ihrer Teams unter dem Beifall der Zuschauer im Innenhof von Schloss Rheda ein, um danach von Fürst Bentheim und Baronin Weitershausen unter zünftiger Begleitung von 12 Jagdhornbläsern begrüßt zu werden.
Die nicht einfache Organisation der Einfahrt der Radelgruppen war generalstabsmäßig vorbereitet, geplant und auch umgesetzt worden. Für die Unterkünfte der Radler standen große Zelte zur Verfügung.

Radeltour 2016

Radeltour 2016 in Rheda

Der eigentliche Höhepunkt der Radeltour war das große Abschlussfest am Abend mit 400 Gästen und einem festlichen Abendessen mit viel Tanz und Musik bis lange in den nächsten Morgen hinein. Zum Programm des Abends gehörte auch ein Tanzwettbewerb, in dem das beste Tanzpaar der Radler ermittelt wurde; sogar eine Kabarett-Vorführung fehlte nicht.

In dem ökumenischen Abschluss-Gottesdienst am nächsten Sonntagmorgen unter der Leitung von drei Geistlichen dankten alle gemeinsam für eine unversehrte Ankunft nach einem einwöchigen, unvergesslichen und harmonischen Gemeinschaftserlebnis, – ein Dank, zu dem auch jedes Team mit einer Fürbitte im Gottesdienst beitrug.

Er krönte die diesjährige Radeltour, bevor es dann aufzuräumen und schließlich Abschied zu nehmen galt.
Eine geographisch derart weit ausgreifende Radeltour mit solch hoher Teilnehmerzahl erfordert eine organisatorische Vorbereitung und einen Aufwand an Zeit, Geduld und Energie, wie sie kaum vorzustellen ist. Gastgeber für 42 Übernachtungen von Radelgruppen zu finden, heißt eine vielfache Zahl von Gastgebern anzusprechen, Routen immer wieder neu zu entwerfen je nach Stand der Zusagen, Gruppen wieder neu zusammenzustellen, weil eine gute Freundin der anderen Gruppe doch lieber bei der eigenen Gruppe mitfahren soll, und vieles mehr.

Umso größerer Dank gebührt an dieser Stelle allen Gastgebern, die in diesem Jahr den Radelgruppe, die sie vorher gar nicht kennen, Unterkunft gewährt haben. Denn sie unterstützen damit selbst gern die Idee der VARWL, Jugendlichen auf diesen Radeltouren einen Sinn für die Gemeinschaft und für die soziale und gesellschaftliche Mitverantwortung für den Anderen zu vermitteln.

Das ist auch ein Motiv für die 18 Tourenleiter/innen gern eine Woche ihres Urlaubes zur Verfügung zu stellen, um ihre Gruppe von ca. 30 Jugendlichen sicher und trotzdem mit viel Spaß an das Ziel zu führen, wofür ihnen zu Recht viel Dank von der VARWL, von den Eltern und den Radlern gezollt wurde.

Gisela Frfr. v. Weitershausen, Affter, Evelyn v. Borries und Dr. Rainer Schmidt-Schmiedebach haben als „Organisationskomitee“ die Aufgabe der Organisation nur einmalig übernommen und vorbildlich gelöst wie dem breiten Zuspruch der Teilnehmer danach zu entnehmen war.

Die nächste Radeltour 2017 wurde auf den Termin vom 22. Juli -30. Juli 2017 festgelegt. So gilt schon jetzt für das „Organisationskomitee“ abgewandelt die bekannte Weisheit:

Nach der Tour ist vor der Tour.
Dr. Jörg Himmelreich

Nach Abschluss der Radeltour 2016 ist es nun unsere Aufgabe ein Team zu finden, das im Sinne der VARWL die Leitung der Radeltour in den kommenden Jahren übernehmen wird. Hier sind nicht nur die Eltern der Radler gefragt, sondern Personen aller Altersgruppen, die bereit sind sich für ein Aufgabengebiet innerhalb der Radeltour ehrenamtlich im Sinne unserer Jugendlichen zu engagieren.

Vorstand der VARWL
Gisela Frfr. v. Weitershausen
Haus Birrekoven, 53347 Alfter
giselaweitershausen@web.de